Frank Turner & The Sleeping Souls

23.10.2018
Posthalle
WĂŒrzburg

Be More Kind World Tour

Erst im November erschien mit „Songbook“ das (erste) Best-of-Album des wunderbaren Frank Turner. Jetzt hat der Brite angekĂŒndigt, dass er weiter an großartigen StĂŒcken arbeitet: Im Mai erscheint mit „Be More Kind“ das siebte Studioalbum des charismatischen SĂ€ngers, Gitarristen und Songwriters.

T i c k e t s

Nach „Positive Songs For Negative People“ folgt nun also die Aufforderung, doch ein wenig freundlicher zu sein. Turner wird scheinbar altersmilde, wenn man sich die Titel seiner Platten so ansieht. Doch das tĂ€uscht: Der 36-JĂ€hrige ist weder alt, noch milde. Inhaltlich geht es Turner um GefĂŒhle, Politik und deren Personal. UrsprĂŒnglich wollte er ein Konzeptalbum schreiben, das sich um große Frauen dreht, die die Geschichtsschreibung vergessen hat, doch dann „drehte die Welt kollektiv durch“, wie er selbst es beschreibt. Und so kommen wir zurĂŒck auf den Plattentitel, der aus einem Gedicht von Clive James stammt: Am Ende spiegelt das eigene Leben genau wieder, wie man andere Menschen behandelt hat. „Letztlich geht es bei ,Be More Kind‘ darum, dass meine persönlichen und die politischen Ideale zusammenlaufen mĂŒssen“, sagt Turner, es gehe um Empathie: Wenn Du nicht mit Deinem Gegner reden kannst, lĂ€uft es auf die StĂ€rke der Waffen hinaus. Und das ist, da sind wir uns hoffentlich einig, immer eine schlechte Idee.“

 

Klare Kante also wieder einmal von Frank Turner, der in seiner langen und Ă€ußerst erfolgreichen Karriere, weder mit seiner alten Punkband Million Dead, noch als Solist oder mit seinen Sleeping Souls, noch mit seiner Hardcore-Combo Möngöl Hörde, ein Blatt vor den Mund genommen hat. Nur wenige Songwriter können wie er ihre eigenen Erfahrungen und daraus resultierenden Ansichten derart in mĂ€chtige, allgemeingĂŒltige Lieder verwandeln, in einfachen Worten Persönliches zum Politischen machen, ohne dabei peinlich oder aufgesetzt zu wirken. So zum Beispiel in d„er ersten Single „1933“, einer wĂŒtenden Hymne, in der er rigoros mit dem hin und wieder gehörten Quatsch aufrĂ€umt, die neuen Rechten seien der neue Punkrock.

 

Auch musikalisch geht Frank Turner wieder einmal neue Wege. Zusammen mit seinen Produzenten Austin Jenkins und Joshua Block hat er einen straighten Rocksound mit SynthesizerklĂ€ngen kombiniert und dadurch eine besondere AtmosphĂ€re geschaffen, die perfekt zum Inhalt der StĂŒcke passt. Und natĂŒrlich geht Turner mit seinen neuen Songs auch wieder auf Tour. Rund 120 Termine sind fĂŒr die erste Rutsche seiner Weltreise angesagt, darunter im kommenden Herbst elf Shows in deutschen Hallen.

 

Einlass: 18:30 Uhr / Beginn: 19:30 Uhr