DOTA

22.01.2019
Cairo
WĂŒrzburg

„Die Freiheit“ - Tour 2019

„Wie keine andere schafft Dota es, das aktuelle Geschehen in einer wortgewaltigen und einzigartig inszenierten Poesie auszudrĂŒcken.“ (Westzeit)

T i c k e t s

Ihre QualitĂ€t als prĂ€zise und pointierte Beobachterin der Gegenwart stellt die Berlinerin auf dem neuen Album „Die Freiheit“ wiederum unter Beweis. Von internationalen politischen Entwicklungen, die in dem dystopischen StĂŒck „Raketenstart“ in die Flucht von der zerstörten Erde mĂŒnden - „Wir haben die Katastrophe kommen sehen und den Griff nach der Macht mit viel Witz kommentiert“ - ĂŒber die Suche nach der erfĂŒllten Sehnsucht per Smartphone-Wischbewegung „Du bist nicht meine große Liebe, du bist mein Zeitvertreib“, vom Umgang mit Leistungsdruck hin zur aktuellen Sexismus Debatte - DOTA trifft mit „Die Freiheit“ den Nerv der Zeit.

 

DOTA sprĂŒht auf „Die Freiheit“ vor ansteckender Lebenslust, mitmenschlicher Neugier und offenherzigem LĂ€cheln, sucht Fluchtwege aus der Stadt und aus der RealitĂ€t, begibt sich metaphorisch in atemberaubend labile Situationen voller ZwĂ€nge und erzĂ€hlt humorvoll von gesellschaftlichen Alltags-Dilemmata. MĂ€rchenhaften SehnsĂŒchten bereitet sie ein abgrĂŒndiges Ende, dem großen GlĂŒck, das es „Jeden Tag“ neu zu feiern gilt, stellt sie die Orientierungslosigkeit einer Beziehung gegenĂŒber: „Wozu brauchen wir den Kompass, wenn wir nicht wissen, wohin wir beide wollen?“ Einer bestĂŒrzenden Dystopie ĂŒber die Flucht der „Reichsten und RĂŒcksichtslosesten“ von der von ihnen zerstörten Erde hĂ€lt DOTA fröhlichen Optimismus entgegen: „Jetzt weiß ich, wir mĂŒssen doch noch nicht untergehen, denn ich hab schwangere Frauen im Baumarkt gesehen.“ Die alles andere als weit her geholte Geschichte eines Menschen, der sich zunĂ€chst unglĂ€ubig, dann ohnmĂ€chtig gegen die WillkĂŒr eines Überwachungsstaatsapparats zu wehren versucht, konterkariert sie mit dem titelgebenden, beißend ironischen Zweizeiler „Freiheit“: „So viel Freiheit. Ich bin ĂŒberfordert. Was mach ich daraus? Ich such mir einen Yogalehrer, der mir sagt, wann ich einatmen soll und wann aus.“

 

So abwechslungsreich, ja geradezu gegensĂ€tzlich war DOTA noch nie. Der Bogen spannt sich inhaltlich wie musikalisch: Die einfallsreichen, teils geheimnisvollen teils verspielten und um BlĂ€ser bereicherten Arrangements treffen auf ohrwurmige Melodien, raffinierte Harmonien und nicht zuletzt auf ihre unverwechselbare Stimme. Die Faszination, die von ihr ausgeht, beschrieb Sebastian KrĂ€mer in seiner Laudatio anlĂ€sslich der Verleihung des renommierten Fred-Jay-Preises fĂŒr Textdichter wie folgt: „Überall, wo SĂ€nger gelobt werden, fallen die Vokabeln AuthentizitĂ€t und NatĂŒrlichkeit. Und dann hört man Dota und denkt: Ach so! Ich nehme das mit der NatĂŒrlichkeit und AuthentizitĂ€t im Bezug auf alle anderen zurĂŒck.“

 

Einlass: 19:30 Uhr / Beginn: 20 Uhr